Patchkabel

Das Netzwerkkabel – Unverzichtbarer Bestandteil der Infrastruktur

Ein gutes Netzwerkkabel ist unabdingbar für ein kabelgebundenes PC Netzwerk, dieses sichert eine schnelle und sichere Datenübertragung.

Auch wenn es so aussieht: Das "World Wide Web" - und damit die Verbindung zu Netzwerken auf der ganzen Welt - kann nur dann funktionieren, wenn die richtigen Netzwerkkabel verwendet werden. Neben Funk sind Netzwerkkabel ein wesentliches Kabel-Medium sämtlicher Daten-Netze. Doch wer jetzt denkt, es gibt ein "Universalkabel" für alles, hat sich geirrt. Auch hier gilt: Kabel ist nicht gleich Kabel. Denn auch bei Netzwerkkabeln gibt es verschiedene Ausführungen, Merkmale und Steckverbindungen. Dennoch kommt der Standardisierung eine enorme Bedeutung zu - und damit der Verlässlichkeit der Kabel.

"Geschirmt oder nicht geschirmt" - Das ist die Frage bei Netzwerkkabeln

Prinzipiell lassen sich Netzwerkkabel in zwei Oberkategorien einteilen: "Geschirmte" und "ungeschirmte" Kabel. Bei den "geschirmten" sorgt eine spezielle Kabelkomponente dafür, dass die Kupferdrahtleitungen sowohl gegeneinander als auch vor äußeren Einwirkungen geschützt (= abgeschirmt) werden. Für die "Schirmung" werden Materialien wie zum Beispiel eine Folie oder ein Metallgeflecht (meistens Kupfer) verwendet. Manchmal allerdings werden diese Materialien auch miteinander vermischt.

Die Abkürzung "UTP" oder auch "U/UTP" steht hierbei für "Unshielded Twisted Pair" und bedeutet, dass weder ein einzelnes Kabel noch das gesamte Kabel über eine Schirmung verfügt. Und auch, wenn diese Form die weltweit am häufigsten eingesetzte Kabelart darstellt, wird diese Variante in Deutschland eher weniger verwendet. "Unshielded" heißt übersetzt so viel wie "ungeschirmt". "Twisted" bedeutet "verdrillt" und "Pair" steht für "Paar". Zusammengefasst kann man also sagen, dass die Adernpaare eines Netzwerkkabels jeweils "verdrillt" sind und es keine Abschirmung um alle Adern gibt. Im Gegensatz hierzu bedeutet "STP" soviel wie "Shielded Twisted Pair" und beschreibt eine Abschirmung um alle Adern (CAT5). Und bei "S-STP" gibt es noch eine zusätzliche Abschirmung um jedes Adernpaar (CAT6).

Die perfekte Abstimmung aller Komponenten eines Netzwerks

In Sachen Netzwerkleistung gibt es eine Faustformel: Ein Netzwerk kann immer nur genauso leistungsfähig sein, wie seine schwächsten Komponenten. Die perfekte Kombination der verschiedenen Komponenten hat man der Einfachheit halber in unterschiedliche Kategorien eingeteilt. Die Skala reicht im Moment von 1 bis 7, genauer gesagt von "Cat-1" bis "Cat 7/7a". Allerdings findet man die Kategorien 1 bis 4 heutzutage nur noch in relativ betagten Infrastrukturen. Die Kategorie 5 beinhaltet "Cat-5" oder auch "Cat5e"-Kabel, die vor allem für eine Betriebsfrequenz von bis zu 100 MHz geeignet sind. Ein "Cat5e"-Kabel bezeichnet ein Netzwerkkabel, das Gigabit-Ethernet fähig ist. Hierfür steht das zusätzliche "e" in der Bezeichnung. Das wohl bekannteste Patchkabel ist das "Cat 5e SF-UTP". Cat 5e-Kabel werden als Meterware oftmals zur festen Verlegung in oder auf einer Mauer verwendet. Sie haben den Vorteil, dass der Außenmantel wesentlich stabiler ist.

Das Kabel für "besondere" Fälle

Für die Übertragung von besonders großen Datenmengen werden CAT6a-Netzwerkkabel für eine Übertragungsfrequenz von bis zu 500 MHz eingesetzt. Die Patchkabel aus der Kategorie "CAT6a" werden vor allem im Bereich des Gigabit Ethernet verwendet. Sie erfüllen die Anforderungen für 10GBase-T/10 Gigabit Ethernet. Auch die Netzwerkkabel der Kategorie 6a bestehen aus acht Einzeladern, die in der Mehrheit immer paarweise geschirmt oder auch von einem Gesamtschirm umgeben sind. Patchkabel 6a sind ebenfalls in bereits vorgefertigten Längen oder auch als Rollenware ohne Stecker erhältlich.

Einsatzmöglichkeiten für Netzwerkkabel

Netzwerkkabel (Patchkabel) werden zur Verbindung von Anschlüssen eines "Rangierfelds" (= Patchpanel) mit einem Port eines weiteren Patchfeldes verwendet. Die Bezeichnung für diese Verbindung nennt man "Patch" oder auch "Rangierung". Auch für die Anbindung von Endgeräten - wie etwa ein PC mit Netzwerkkarte an eine Netzanschlussdose - werden Netzwerkkabel benötigt.

Gebäudeverkabelung ist eine gute Investition

Mit einer universellen Gebäudeverkabelung hat man längerfristig gesehen eine sehr gute Investition getätigt, denn die Netzwerke sind sehr schnell, wenig störanfällig und dabei dennoch relativ kostengünstig. Außerdem lässt sich die Verkabelung sehr gut mit Wireless LAN kombinieren.

 

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